I. Gallerie
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Gnadenreden, die Nero im Senat vertrug; undindem er mit der herrschsüchtigen Agrippine, derenCrcatur er war, einerseits zu kämpfen hatte; säheer auf der andern Seite auch im gütigen Nero lan-ge schon den Löwen voraus, der (nach Seneka's ei-genem Ausdruck) sobald er einmal Blut geschmeckthatte, seine ganze Natur zeigen würde. —
Diese zeigte Nero bald. Unthatcn, Morde,Vergiftungen, Einziehungen der Güter, folgten ein-ander und viele dieser Güter wurden den Freunde»des Kaisers geschenkt, unter denen Seneka seinenTheil auch nicht auszuschlagen wagte.
Der Entwurf des Muttermordes wird ihm unddem Burrhus vorgelegt; sie müssen Ja sagen, undSeneka die Thal in einem Briefe an den Senat so-gar rechtfertigen.
Mit Gewalt will Nero ein öffentlicher Wagen-führer oder Eitherschlagcr werden; Burrhus undSeneka geben im Ersten nach, um das Zweite zuverhüten , bei welchem er sich aber um sie gar nichtmehr kümmert; beide müssen zuschauen, wie ecunter dem Geklatsch der verworfensten Leute ReEither schlägt.
Nero kheilt seine Tage in Grausamkeit undWollust: Seneka bleibt am Hose.
Rom brennt sechs Tage und sieden Nachte;Nero singt dabei in theatralischer Kleidung den Brandvon Troja; Seneka bleibt.
Die Anklagen der Verschwörung nehmen zu;sie wagen sich an ihn selbst; er bittet um seine