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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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168
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unterworfen feyn will, ist hochachtenswürdig. Nichtjeder gelangt zu dieser warmen Kälte, zu dieserlcidenschaftlosen Lei d e n sch a ft für Wahrheitund für Alles, was zu ihr führet.

Gut, daß Leßing diese seine Laufbahn mit ei-nem G l au b e n Sb ek e nn tn i ß und dem Schrift-chen von der Erziehung des Menschenge-schlechts*) schloß. Das letzte dürfte, ohngeachketmancher überspannten Hypothese, mancher Thevlogwollen geschrieben haben.

Und wo bist du nun, edler Wahrheitfuchcr,Wabrheitkenner, Wahrheitverfechter was stehest,was erblickst du jetzt? Dein erster Blick, da duüber die Granzen dieser Dunkelheit, dieses Erdene-bels hinwegwarst, in welch anderm, höher» Lichtezeigte er dir alles, was du hieniedcn sähest und such-test? Wahrheit forschen, nicht erforscht haben,nach Gutem streben, nicht alle Güte bereits er-faßt haben, war hier dein Blick, dein strenges Ge-schäft, dein Studium, dein Leb e n. Augenund Herz suchtest du dir immer wach und wacker zuerhalten, und warst keinem Laster so feind, als derunbestimmten, kriechenden Heucheley, unsrer gewohn-ten täglichen Halb-Lüge und Halb -Wahr-heit, der falschen Höflichkeit, die nie dienstfertig,der gleißenden Menschenliebe, die nie wohlkhälig feynwill oder feyn kann; am meisten, (deinem Amtund Beruf nach) der langweiligen, schläfrigen

*) Berlin 178».