großer und weiser Männer.
i63
I
^ heit, kurz zum Triumph gegeben. Je schwächer
! j der Feind ist, je stumpfer und elender die Muffen
i sind, mit denen er auf uns los geht, desto leichter
I wird uns ja der Sieg, desto sichrer und geschwin-
der können wir triumphiren ; und dann verdient Les-sing wiederum Dank oder wenigstens MikleidcN, daßY er uns eine Windmühle statt eines Riesen in den
8 Weg stellte. Gnug, wenn wir klar zeigen, daß cs
Z eine Windmühle und kein Riese sep; der sie für
H etwas anders hielt, mag seinen Schimpf tragen,Z Thun wir das aber nicht, lasten die Windmühle ste-^ Heu, und geben hauptsächlich auf den los, der unS^ sagt: „da ist ein Niese! der Muß erst erlegt wer-
„den, wenn eure Wohnung sicher sepn soll," gehn, wir auch ihm nicht in Absicht der That, die er
Z gethan hat, (und die ihm, philosophisch betrachtet,
« ohne alle Widerrede erlaubt war) sondern mit Un-
? tersuchung der Beweggründe und Absichten
» aus und zu denen er sie unausbleiblich
- gethan haben soll, auf den Hals; wäre das ver-
z nünftig, billig, theologisch, christlich ? Beweg-
4 gründe und Absichten der Seele stehn allein
j unter Gott, unter keinem menschlichen Richter; in
H philosophische, historische, theologische Streitigkeiten
. z gehören sie ganz und gar nicht. Mag Leßing sich
^ ) vor dem Richter, vor dem er jetzt steht, rechtfertigen,
ä warum er die Fragmente hcrausgegeben ? gnug, für! Z uns sind sie herausgegeben, sic liegen vor aller Welt
' « da; cs kommt jetzt allein auf Uns an, ob wir sie
Nutzen oder Schaden wollen bringeni lassen?
^ Ich bin auch ein Thcvlog, und die Sache der
L Ä