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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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161
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groß er und w eiser Ma n n er. ikr

Gnug hievon. Die letzten Tage Leßings solltendurch eine theologische Streitigkeit verbittert werden,Key der, wenn das Publikum noch nicht so vielNutzen draus gezogen hat, als es Leßings Absichtund Meynung gewiß war, es schwerlich seine Schuldftyn dürfte *). Er gab Fr a gm en t e e i n e s Un-genannten heraus, über die Auferstehungs - undandre Stücke der biblischen Geschichte; und ich,der ich Leßing persönlich gekannt, ihn zu einer Zeitgekannt habe, da obgedachte Stücke wahrscheinlich inseine Hände gekommen waren, und, wie ich ausmanchen seiner Aeußerungen jetzt schließe, seinen Geistdamals lebhaft beschäftigten; ich, der über Sachendieser Art ihn auch sprechen horte, und seinen Cha-rakter über das, was männliche Wahrheitsliebe ist,gnug zu kennen glaube; ich bin für mich überzeugt(für andre mag ichs nicht seyn noch werden) daß erauch die Ausgabe dieser Stücke allein und ei-gentlich zum Besten der Wahrheit, zu ei-ner freyern und männlichen Untersuchung, Prü-fung und Befestigung derselben von al-len Seiten, veranstaltet habe. Er hat diesselbst so oft, so stark, so deutlich gesagt: die ganze

*) Jetzt wird cs auch der strengeste Lheolog schwerlichläugncn, daß die Ausgabe der Fragmente viel Gu-tes veranlaßt habe. Der klärste Beweis davon istdieser, daß, wenn sie jetzt erschienen, sie kaum dieAufmerksamkeit auf sich ziehen möchten, die manihnen damals wider Willen schenkte; ein Zeichendaß wir fortgerückt sind.

HerdersWerkez.Phil.u.Gesch. XUI» L