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I. Gall e r i e
Hauptknaben und jagten die übrigen in ihre Löcherund Winkel. Jeder Verständige schämt sich jetzt die-ser Scene, und des Werths, den man damals man-chen Kindereyen beylegte. Damals indessen warsanders, und Leßing hatte alle Starke und männlicheDreistigkeit deutscher Sprache nöthig, um zu zeigen,was an manchen Armseligkeiten scy; welche Starkeman denn auch im zweyten Thcil der vorgenannte»Briefe, insonderheit gegen das Ende*) reichlich an-trifft. Jetzt ist jedermann mit ihm einig; und dasschöne Werkchen ,,w i e die Alten den Tod ge-bildet"**) so schön in seinem Inhalt als in sei-ner Entwicklung, ist fast das Einzige, was sich da-bey gewinnen ließ. Dies gehört aber auch Leßingenzu***): nicht dem ödenKunstgeschwatz seiner Gegner.
Leßing lebte damals in Hamburg, und sollteeiner Bühne vorstehen, die unter ihm erst deutscheNationalbühne werden wollte. Warum stes nichtwerden konnte? ooer was überhaupt an dem ganzenWort sey? hat er selbst zu Ende seiner Dramatur-gie ****) bescheiden und aufrichtig gesagt. Waren
*) S. 201 — 22/.
**) Berlin 176g.
***) In den zwcy Bänden Leßingschec Collectane-e n von Eschenburg mit Fortsetzungen heraus-gegeben (Berlin r?gc> ) sind noch verschiedene guteWinke und Notizen über Literatur und Kunst, in-sonderheit Kunstgeschichte zu finden
*"') Th. 2 S. (»65.