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großer und weiser Männer.
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Mengs, geschrieben hatten, in Deutschland auf-kam. .Alles sollte Kunst lernen, das Kind in denSchulen, der Jüngling auf Universitäten, der Mannim Amt. Aus Statuen sollte der Geistliche predi-gen, aus Münzen der Jurist Unheil sprechen, ausGemmen und Pasten der Maler malen, der Dich-ter dichten. - Hier trat Leßing mit seinem Lav-koon*) auf, leise, aber sehr gewiß und weitausse-hend. Von einer Stelle Winkelmanns ging er aus,über Caylus, Spence und weiter fort, jetzt nureinige Grenzen der Poesie und Maler ey auSzu-zeichncn, mit der Zeit aber diesen Gang über dieGrenzen andrer Künste zu vollenden. Er hat ihnnicht vollendet; und wer wirds an seiner Stelle?Laokoon steht wie ein philosophisches Kunstwerkda, das der Künstler mit Fleiß unvollsühct gelassen,damit man sich erinnere, daß man ihn nicht mehrhabe.
Er gerieth darüber in einen Streit mit derKlotzischcn Schule; und es ist nicht Lcßings Schuld,daß der Streit für Deutschland nicht nutzbarer aus-siel. Er betraf theils zu armselige Dinge, lheils zuarmselige Leute. Kein Zeitungsblatt erschien damalsin dem nicht die muthwilligen Knaben kamen undauch Leßing! einen Kahlkopf schalten; da schickteer endlich zwey Baren über sie"), die zerrissen den
*) Berlin 1766.
") Briefe antiquarischen Inhalts, zwey Theile. Ber-lin 1768. 176g.