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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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g r o ß er u n d w e i se r M ä n ne r. r53

Um eben diese Zeit machte er sich noch aufzweycriey Art um Tcutschland verdient, durch dieWiederaufweckung Logau'S *) und durch die Ueberse-tzung von Diderots Theater **). Bey dem er-sten standen § r und Ran: l e r für Einen Mann :wahrscheinlich rühren von Lesung die Vorrede und ei-nige Anmerkungen über die Sprache des Dichtersher, so wie von Ramlcr vielleicht die Auswahl undVeränderung der Stücke selbst herrührt. Da ich diealte Ausgabe besitze: so bekenne ich zwar gern, daß

cs einem alten Dichter Wohlthat sei), wenn er inHände fallt, die ihn verändern, wie diese Herausge-ber ihn verändert haben; im Ganzen aber dürftees besser seyn, wenn man altere und vergessene deut-sche Dichter uns zwar mit Auswahl der besten Stü-cke, aber unverändert gäbe. Co machens unsre Nach-barn sämmtlich und sonders; so hats Lessmigmit den aufgcfundenen Gedichten Scultetus, mitder Zugabe zu den Fabeln der Minnesängeru. st gemacht, und so ists in der Ordnung. Beyeinem alten Dichter muß man wissen, daß manwirklich ihn und keinen neuern Dichter lese.

Diderot, sagt Leßing selbst zur zweyten Aus-gabe seines Theaters ***),Didero scheint auf dasdeutsche Theater weit mehr Einfluß gehabt zu habenals auf das Theater seines eignen Volks;" und

*) Friedrichs von Logau Sinngedichte. Leipzig i7b>).

") Theater des Herrn Diderot. Berlin 176». 176c.

*") Berlin rM.