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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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I. Gallerie

bis zum siebenden Thei'l mit: Mendelssohn be-hielt seinen geprüften Charakter bis zum Ende, Abbttrat, mit mehrerer Kühnheit, aber nicht mit mehre-rem Glück in Lessings Tritte; und auch die an-dern Gchülfen sind gute, wenigstens nicht schlechteKöpft gewesen. Lessings Urtheile, (von denenich hier allein rede) hat größtentheils die Zeit bewah-ret. Was damals scharf hieß, nennet man jetzt recht;was hart schien, ist jetzt (wenige Urtheile ausgenom-men) billige Wahrheit. Fast kenne ich niemanden,der auch von sich, dem Schriftsteller, mit mehr Be-scheidenheit und Würde reden konnte, als Lessing;und überhaupt ist wohl unstreitig er, an Umfangder Belesenheit, an Scharfe des Urtheils, und anvielseitigem männlichem Verstände in Sachen, wo-von hier die Rede ist, der erste Kunstrichtcr Deutsch-lands. Wo sind jetzt Lileraturbriefe, wie er sieanfing *) ?

Literaturbriefen wahrzunehmen, die ich bereits imJahr 1767. (Fragmente über die neuere deutscheLiteratur Sammt. 2. S. 192.) bemerkt hatte, cheich einen Namen derselben kannte. Am Aussatz imdeutschen Museum (Jul. 1782.) so wie in allen an-dern Notitzen hierüber habe ich nicht den mindestenAntheil, und ich wünschte, daß der Verfasser desletztgenannten Aufsatzes sich nennen möchte.

') Ich läugne hiemit nicht, daß es nicht andre guteJournale in einem andern, vielleicht nntzlichern Tongebe; aber auch jetzt wären L i t e ra r u r b r i c-fe, wie jene waren, sehr zu wünschen.