großer und weiser Männer., i3.z
andre Welt, aber in ihr Weib, Kinder, Freundewieder zu sehen und sie leibhaft , nicht bloß in Ideenzu umarmen: so ist mir, da ich an Winkelmanns
Hand das Alterthum hindurch geträumt habe, undjetzt, auf feiner traurigen Grahesstatte, die Ein-drücke sammle. Wo bist du hin, Kindheit der altenWelt, geliebte süße Knabeneinfalt, in Bildern,Werken und Gestalten? Du bist hinweg mit bei-,nem Traum Volt angenehmer Wahrheit;, und keineStimme, kein heißer Wunsch des Liebhabers kanndich erwecken aus deinem Staube. Aufs Rad derZeiten geflochten, rosten wir unaufhörlich weiter —wohin? wohin? — und kommen nie an die vorigeStelle wieder. Auch dein Traum, lieber Winkel-mann , von schönen Menschengestalten, von edlerIugendfteundschaft und Erdenweisheit, ist verlebthienieden. Nach verlohrnem Frühlinge des Lebensgenössest du einige schöne Herbsttage, und wurdestvor dem Winter bewahrt, der dir vielleicht heinensüßen. Trug, die beste Blrtthe des Lebens, genom-men hatteaus dem Reich tauschender, schönerIdeen gingst du in eine wahrere Welt, wo dunicht mehr Griechenland und seine Gyttcrformen be-neidest., Lebe wohl l dein ermordeter -Körper ruhtsanft auch ohne Denkmahl. Er liegt jenscit derGrenze seines -Vaterlandes, und dieß arme Blattkann nicht hingehn, ihm ein Denkmahl daselbst zuwerden. — Aber feinen Freunden, jedem seinerFreunde sey Dank, der dem armen Wandrer, solange er unser war, nur einigermaßen zu Hülfekam und eine gute Stunde machte. Die Namenderselben sind in seinen Schriften und Briefen un-sterblich, und so lange man diese liefet, wird man