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großer und weiser Männer.
diese bescheidne alte Größe zeigt sich Key Winkel-mann in allen seinen Schriften, in allen seinen Brie-fen. Man left z B. nur den, mir dem er vonVünau Abschied nimmt und seinen ihm nothwendi-gen Religionswechsel so kindlich, so beschämt und ge-rührt entschuldigt*): man lese die Freude, mit der
er aus Teukschland geht, und dem Ort seiner Be-stimmung, Rom und dem Alterthum, entgegen ei-let**): wie er immer auf Gedanken dieser Art
ruht, und seine Arme ausstreckt nach Gestalten undGesinnungen voriger Zeiten: wie er in diesem Traum,in diesem schönen Wahne, sich an Menschen, Um-ständen und selbst Kunstwerken so oft, frcywilliggleichsam, irret und reich ist in seiner Armukh, inseiner Niedrigkeit stolz und groß und glückselig***).Nur so lange glaubte er gelebt zu haben, als er indiesen Gedanken, diesen Beschäftigungen, diesem Ge-nuß lebte ****).
Aber wenn ich mich nun, von ihm und seinemGefühl, auf die Umstande wende, die ihn von au-ßen umgaben, auf die Beyhülfe die ihm ward, aufden Weg seines Lebens den er nehmen mußte; ver-zeihe, Teukschland, wenn ich das alte Lied singe unddeine Unachtsamkeit anklage! Ware er unter Scy-then geboren, hätte es ihm schlechter werden können,
*) Eb. das. S. 17 .
**> S. 55. Eb. das.
***) S. alle 5 Sammlungen seiner Briefe, die Zürcher,die Dresdnische und die Berlinische.
**'*) Wiiihelmanns Br von Dssdorf. Th. r.)S. r>6.