I. Gallerie
118
Glücklich im Tode bili du; du siehst die größeren UebelDeines Landes nicht mehr, (dem du, ein Rächer,
erschienst;)
Seit ein höheres Vaterland, der Himmel, dich aufnahm.Doch auch auf Erden erwächst, Jahre nach Jahren,
dein Rubin,
Enkel werden dich einst, dich, glückliche Asche, verehren;Und so leb' ewig wohl, ewig, 0 Redlicher, wohl.
kelr. Uoticli,
Nachschrift.
Der Wunsch, den ich in diesem AndenkenHuttens vor siebzehn Jahren geäußert hatte, seineSchriften gesammelt und sein Andenken lebend er-halten zu sehen, schien im Jahre 1768 eine glückli-che Erfüllung zu erreichen. Der erste Band vonHuttens Werken ab Hutten op>p>. l. I.
eä Llarist. äuc. WaAeuseil. Ilüp. 1768.) erschien;und da er sehr merkwürdige, abwechselnde, schön ge-schriebene Briefe dieses Mannes enthielt: so war
kaum zu zweifeln, daß nicht auch seine sinnreichenGespräche, seine Poesien, endlich auch dieStücke seiner erhabnen, sortreissenden Beredsam-keit folgen würden. Aber, als ob der Unstern, derHutten im Leben begleitete, ihn auch im Grabenicht verließe, erschien folgende Anzeige des Her-ausgebers :
An das deutsche Publikum.
Ich habe in der Michaelismcsse 178.8 den er-sten Lheil der Schriften Ulrichs von Hütten