Erasmus hörte, daß die Expostulation unter der Pressesey: kam er zurück, streichelte Hutten, wundertesich, sprach von aller Freundschaft, rückte idm seinnacktes Elend auf, halte gar Herz gnuq, einem Ver-lassenen und Vertriebenen zu drohen; aber Hut-ten kehrte sich dran nicht. Die Expostulation erschien,und nun kam Erasmus, mit einem höflichen Schwamm(LxonAiÄ) den Flecken abzuwischen. So leicht ließsich dicß aber nicht lhun; Luther, Melanchkhon ic.haßten den Schwamm und sagten: er habe nicht
blos Hutten, sondern das ganze Lutherthum mit Kothbesprühen wollen: denn nun sollte cs das Lülher-
1h um gewesen seyn, das dem Erasmus und denMusen ihren Freund geraubet. Was dasAergste ist, haben Einige gar geglaubt, Hutten seyan diesem Schwamm, (den er vielleicht nicht ein-mal mehr gesehen,) erstickt; Er, der an viel härte-rer Speise nicht zu ersticken pflegte, ja dem, wenner langer gelebt hatte, dieser Schwamm wohl zustatten gekommen wäre.
Ein Höherer entriß ihn dem Bann und derAcht, offenen Feinden und falschen Freunden; erstarb End' Augusts rd23 im 36. Jahr seines Al-ters. Ufnau beißt die kleine Insel im Zürcher-see, wo er im Gebiet des Zürcher-Raths *) Schutzund Key einem armen Pfarrer Pflege, Aerzunq fand,und Ruhestätte. Schiffe binüber, reisender Jünglingund suche sein Grab, und sage: „Hier liegt der
„Sprecher für die deutsche Nation, Freiheit und
*) Bielmehr der Landleute von Schwyz»
M.