großer und weiser Männer.
ximilianS und Alberts für Deutschland thun ließe,in seiner Seele: jede Blülhe irgend eines schönenGenies, in welcher Nation sie auch aufspricßenmochte, Budaus, Oscolampadius, Pirkhaimer, Fa-der, Erasmus, Copus, Nuellius vergnügte ihn solebhaft, als ob alle diese Männer seine Brüder,Mitarbeiter zu Einem Werke waren. — Das wahreKennzeichen umfassendgroßer Seelen! An Luther,der damals vor Cajetan zu Augsburg stand, nahmer noch nicht Thcil, vermuthlich weil er seine Sachemir als eine theologische Streitigkeit ansah, und ihnnoch nicht kannte. Daß indessen schon damals inHutten die ganze Flamme gelodert, die ihm spä-terhin Luthern so thcucr machte, zeigt die langeDedikation, womit er des Laurentius VallaSchrift: „über die erlogne Schenkung Konstantins"dem Pabst Leo selbst zu übergeben sich getraute.Ein rechter Jugend - Helden- oder Eulenspiegelstccichin Huttens Leben. Er khats mit so vielem Lobedieses, und mit so bitterm Tadel des vorigen Pabstcs,dabei auch mit einem so lauten Geschrei für dieFreiheit der Deutschen gegen des Pabstes Ansprüche,daß er sich entweder das größte Wunder Zutrauen,oder den bittersten Haß des Pabstes erwarten mußte.Den er denn auch froh erwartete; nur daß er sichan Albert, am Kaiser, an den Fürsten und Stan-den des Reichs desto mehr irrte, und für seine gute,wahre, gerechte, gerecht anerkannte Sache von ihnenviel zu viel hoffte.
Hutten bahnte also Luthern unwissend denWeg, und half ihm nachher, da er ihn kannte,treulich. Nur lief es freilich nicht nach Huttens