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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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L.OQ

I. Gältet ie

ihn Maximilian, der ihn in Augsburg mit eignerHand zum Dichter mit einem Kranze krönte, denseines Freundes Pirkhaimcrs Tochter ihm gewundenhatte. Hier war er mit im Gefolge des Kurfürstenvon Mainz auf dem Reichstage,' hatte gute Hoff,nungcn zu des Kaisers Hofe, und seine Jugendphan-lafle träumte lebhaft, „was er ausrichte», vollenden„würde!" Man lese den langen Brief, den er anPirkhaimer schrieb, als dieser ihm die Einsamkeitauf seinem fränkischen Rittcrschloße anricth. Burk-hard, ein um Hutten sehr verdienter Mann, hatdiesen Brief herausgegeben und commentirt; er zeigt,daß, ungeachtet seiner schwächlichen Gesundheit, Hut-ten damals noch Alles lachte. Da schrieb er wie ineinem Feuerstrom die Rede: A.ci prinvixms Osr-

rrmnias, vt kelluin lurais inveirunt, Lx1ioi>tstoria, in der, so viel dem Kaiser am Inhaltelag, doch einige zu warme Stellen weg mußten.Damals lebte der Hof und was sich am Hofe Ma-

in dieser Flamme, auch ohne die mindeste Reli-gionsabsicht, bei Hutten mitunter ein wildesFeuer brannte; und dieses war, auch seine Jahreabgerechnet, der Rittergeist seiner Zeiten»Er war ein fränkischer Edelmann, im Kriege frühegebildet; er glaubte, wie mit dem Schwerdt, soauch mit der Feder kämpfen und sich auf gleichge-theiltes Licht, auf einen offenen, freien Kampf-platz verlassen zu können. Leider aber war dießder Fall nicht. Er kämpfte mit einer unsichtbaren,weit überwiegenden Macht, und mußte erliegen.