großer und weiser Männer. §5
Wir wollen uns nicht in Umstände einlassen,die man im Leben jedes jungen Dichters sich denken,oder allenfalls finden kann, daß z. E. ihm der Ge-schmack der B a r t o l i ste n nicht anstand , daß ersich darüber aus seine Art aussertcn daß ihm dieschöne Literatur in Italien wohlbchagte, daß ec vonallen, die seine Talente kannten, geschätzt wurde,u. s. w. Eben da er in Italien den Rechten ob-lag , kam ihm ein Umstand ganz andrer Act in denWeg, Ihn als den, der Er war, zu zeigen und zxüben. Der Herzog in Würtembera hatte seinen VetterJohann von Hutten mit eigner Hand im Waldeumgebracht: und nun ließ Hutten, der eben so
sehr Edelmann und Geschlechtsvertheidiger, alsDeutscher und Freiheitsvertheidigec war, Klagen,Briefe, Dcplorationen, endlich fünf In-der tiven gegen den Mörder ausgehn, die, al§wahre Demosthenesreden von Herz und Seeledie Sprache der Unschuld und Rache sprachen, undgegen einen Lhater, der Herzog war, alles zu Hülfenahmen*). Weiterhin werden wir unfern Demost-henes im wirklichen Feldzuge gegen seinen Feind
*) Bor einer Sammlung dieser Schriften sagt er:
Sey nicht, o Leser, von zu zartem Ohr;sonst ist die herbe Speise nicht für dich.
Ein hartes Werk beginnen wir, und hartsind unsre Worte: denn auch Er war hart,auf den wir treffen, und hart seine That.
Wenn du dieß Bändchen liesest, denk' es schrei'tin ihm unschuldig - ungerächtes Blut.