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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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I. Gallecie

Italien, zuerst als Kriegsmann unter Maximi-lian, der damals Padua belagerte *). Und hierhing sich die Schlange, (eine Krankheit, die sichgleich selbst erklären wird,) an seinen Fuß, derenGift er zeitlebens mit sich trug, und die zuletzt sei-nen Hassern auch Anlaß zum Hohn gab. — Werdie Geschichte der damaligen Zeiten und dieses Ue-bcls kennet, als es zuerst in Europa ausbrach, dermuß ungerecht seyn, wenn er nicht dem allgemeinenZeugniß glaubt, daß man damals sehr unschuldigdazu kommen konnte, und desto ärger daran war,weil man noch kein Mittel dagegen wußte. DieKrankheit, an der Fürsten und Herren damals mitEhre laborirten, hatten den Schandfleck noch nicht,den ihr die spätere Zeit mit Recht gegeben. Jetztist das Ungeheuer in seine Grenzen gebannet: da-

mals warS Pest am Mittage. Hutten schreibt inseinen Briefen mit einer Offenherzigkeit davon, diean lautesten seine Unschuld zeiget, (an der damalsauch niemand zweifelte, der ihn kannte.) An dieFuggers schrieb er ein öffentliches Dank- undGlückwünschungsschreibcn über den Lebensbaum,

*) Die in diesem Feldzuge geschriebenen kleinen Gedich-te Huttens sind voll Patriotismus für Teutschlandund den Kaiser, voll ächten Kriegermulhs gegen dieBenetianer, am meiste» aber gegen die Franzosen.Manche von diesen sind so charakteristisch, als ob siezu unserer Zeit gemacht wären, und würden vielenLesern in einer guten Uebersetzung wohl thun. DieNationen bleiben sich immer gleich bis ans Ende derLage.