Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
Entstehung
Seite
84
Einzelbild herunterladen
 

84

I. Gallerie

neugieriger Gattung fragen sollten: „Wer

„war der Mann, also gestaltet?" so dient ihnenallenfalls zur Antwort: Ec war kaiserlicher Rath,

aus besondrer Achtung des Kaisers für sich und sei-nen Bruder und beydcr Geschlecht geadelt: Gefährtedes Herzogs Eberhard von Würtemberg in Nom,Wien, und in Wien mehr als Einmal: Gesandter

zu Rom nachher in einer sehr wichtigen Sache desHerzogs von Baiern, die er beym Pabst glücklichausfocht: endlich im Namen des Kaisers und der

Neichsstände erster Bundesrichtcr in Schwaben; inallen diesen wichtigen Stellen der Liebling der Gro-ßen und Geringen, mit denen er umging, die Ehreseines Landes und Standes. Kaiser Friedrich derdritte freute sich, ihm ein Geschenk nach seinemSinne übermachen zu können (der ebraische Kodex,der, anitzt in Karlsruhe, noch seinen Namen füh-ret): Fürsten, Edle, zuletzt gar Bischöfe und Kar-

dinale, Maximilian selbst freuten sich, für ihn spre-chen, schreiben, entscheiden zu können. Die bestenMänner seiner Zeit, Franz von Sickin gen,Pirkheimer, Hutten, Graf Neucnar foch-ten für ihn und mit ihm: Erasmus, der nicht

fechten wollte, lobte glimpflich: Luther segneteihn, als eine» Gottesmann und Helden: Me-

lanchthvn ehrcte ihn, als Vater: die ganze

aufblühende Welt besserer Zeiten als ihren Mitstif-ler: geborne Griechen in Italien beneideten ihmsein Griechisch, und Einer von ihnen rief aus: „Grie-„chenland ist über die Alpen gezogen!" da erReue hl in hörte. Geborne Römer hörten ihn,' ei-nen Schwaben, mit Lust Latein sprechen. NachOrient hin hat er uns die Thüre geöffnet; zu den