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I. Gallcrie
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Reuchlin*).
Wie Alles unter dem Monde, so geht auch derDrang und die Noth der Zeiten vorüber,mithin das, was Geistern Bedürfniß und Form gab,was sie in Kampf, Gefahr, Arbeit verflocht, wasihre Verdienste und Thatcn weckte. Da kommt unsnun so oft federleicht vor, was jenen Schweiß ver-ursachte: was sie als Chaos vorfanden, ist unsentwickelt; warum sie kämpfte», darum mögen oderdürfen wir keinen Finger regen — und statt, daßwir ihnen nun danken sollten, uns in die Behaglich-keit gesetzt zu haben, verkennen wir ihr Verdienst,und beurtheilen sie nach der Leichtigkeit, die wir jetzthaben, ihnen nachzusprechen, nachzulalten, nachzu-gauckeln.
Fange ich von Reuchlin an: „Johann„Reue hl in zu Pforzheim geboren, von Ju-„gend auf der Sprachen und schönen Wissenschaften„bestießen, in denen er einen so guten Grund letzte^— Wer kann die entweihte Worte sortschreibcn oderfortlesen ? Sie sind zu unsrer Zeit ohn' allen Nach-druck, sind so oft elend gebraucht, daß sie leider!uns gerade das Gegentheil bedeuten, was sie beyReuchlin bedeuten sollen — —
Fahre ich fort: „Er bestieß sich des rcinern la-
°) Teutscher Merk. 0778. (zu R. Bildniß.)