großer und weiser Männer. 79
fern sollte, am schärfsten auf ihn losfuhr, nahmnachher in einer weil gründlichern Schrift sein über-eiltes Urtheil von ihm, als Demagogen, zurück.
So viel ist gewiß , Savonarola glaubte, an derParthey, die er nahm, die beste zu nehmen. Alsec zu Lorenz Medicis Todesbette geschickt ward,war die gerade Bedingung ber Absolution: „er soll-te das Andern gethane Unrecht erstatten, und derRepublik die Freiheit wiedergebcn." Beim erstensagte Lorenz, seine Erben würden es thun; da erans zweite nicht wollte, ging Savonarola stille fortund Lorenz starb.
Nun ists eine unendliche Frage: welche Par-thei die beste gewesen, sey oder seyn werde? ob Frei-heit des Volks, oder Regiment der Edeln, oderMonarchie? Wer wird aber auf die einseitige Ent-scheidung dieser Frage das Unheil über einen D e-mosthenes, Gracchus, Pisistratusbauen? Hatte Savonarola z,u den Zeiten dieser ge-lebt, wäre ihm eine Bürqerkrone worden; jetzt, alsMönch, dem päbstlichen Stuhl, den ec aufgebrachthatte, so nah, und so eine glänzende, reiche Par-they zu Feinden habend, kam er auf die Torturund ins Feuer. Die häßlichsten Dinar, die vonihm gesagt und geschrieben sind, kommen von Romaus, und selbst die spätem Anhänger der medicei-schen Pacthey lassen ihm Gerechtigkeit wiederfahren.
srtibug i^isunierü 8 . LLVonaralsi: v. einsch.xsrsrgs. leu. r/rg. x. 277 -Fgll.