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I. Gallerie
Unter allen homocenttischen Eirkeln, mit denenseine Vorgänger gebnnct hatten, fand er so wenigOrdnung, Grund, Aufschluß. Martin uns Ka-pella mit seinen Aegyptcrn, und A p o l l on i u Szeigten ihm Stückwerke, woraus was bessers werdenkönnte: Pythagoras und Philolaus trafennaher, und nun schien Ordnung. „Soll, sagte er,„das Wcltgebaude ein Riß seyn, wo Hand, Fuß,„Auge, Haupt, Herz, alle Glieder, zwar einzeln,„j-edes für sich genommen, schön und hold sind, alle„zusammengesetzt aber ein Ungeheuer, kein Ganzes,„kein Körper? Wer zeichnet, welcher Baumeister„entwirft so? Und Gott unter Sonn und Erden„soll also entworfen haben?" Auf dem Wege dieserMalerei gingen seine Gedanken in Bemerkungen (soviel er ohne Fernglas bemerken konnte) Zusammen-haltung, Rechnung fort: vieles mußte er weissagen,was er nicht sehen konnte; überall aber ward Ord-nung, Grund und Zweck, aus Einem Alles zu be-greifen , kurz ein Weltall. So bauete Kopernikus:Kepler und Newton bauten ihm nach. SeineSkizze ward ihnen Poem, eine Philosophie desWeltsystems mit Grund, Maaß und Verhältnis.Zu den größten Entdeckungen also, die wir dafürhalten, winkle Einbildung, Malerei,Poesie herauf und hielt die Leiter.
Nur wollte ich nicht, daß jemand diesen Gangdes Geistes in Kopernikus und Eonsortcn fürdas fliegende Jucken der Phantasie hielte, dasNeuerer, Jünglinge und Klüglinge fühlen. Koper-pernikus war ein Mann, in seiner Wissenschaft er-fahren, auch in seiner Domherrn - Stille Beobachter,