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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
Entstehung
Seite
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großer und weiser Männer. Lr

Schöne, das Menschliche und Sittliche;daher ist sein ästhetischer Geschmack, sein menschlichesund moralisches Uctheil auf Empfindung, nicht wiebey fühllosen Sitten-- oder Kunstlchrern auf Regelngebauet. Man stehet, daß er mit Lust oder Unlusturtheile: nicht in dem schalen Ton der Gleichgül-tigkeit, in welchem entmannete Wortkrämer schwa-tzen. Die Gegenstände, die er betrachtet, werden baldmit ihm vertraut, und einheimisch seiner Seele: erhält sie nah an seine Augen und an sein Herz: er kanndas Schöne nicht sehen, ohne gereizt, das Gute, oh-ne gerührt zu werden: jeder Zug seines Gesichts,jede Bewegung seiner Hände zeigt, daß in ihm nichtein Etwas spreche, das von kalter Erde, oder vonreiner Lnft gemacht, sondern das mit der Flammeverwandt ist, und wie zu Leuten spricht, die erwärmtwerden können. Daher sind seine ästhetischenUrtheile voll Geschmack, wie viele Proben in denLitteraturbriefcn zeigen: seine psychologische Unter-

suchungen nicht ohne Empfindung, wie der Eingangzu seinem Artikel von der Größe desGeistes,viel Bemerkung von der Stärke derSeele,und insonderheit seine Einschaltung von Empfind-niß und Empfindung beweisen: und in mensch-lichen Situationen redet sein ganzes Herz. Sehrselten ist dies dreyfache Gefühl für das Schöne,für das Menschliche, für das Gute vereinigt:und wo sie vereinigt sind, müssen sie den Enthu-siasmus Hervorbringen, den Nikolai auch beyunserm Abbt bemerket. Wenn das bloße Gefühlvon der Schönheit den Virtuosen, das bloße Gefülltfür Menschheit und Tugend den Verdienst-vollen, bis zur Begeisterung erheben kann: so wird