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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
Entstehung
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I. Gallerie

So habe ich einige Hauptstriche zu Abbts Cha-rakter angegeben: Striche vielleicht, wie jenes Co-

rinthische Mädchen um den Schatten ihres schlafen-den Liebhabers zog, in denen sie sein Bild zu sehenglaubte, weil ihre Einbildungskraft den Umriß aus-fülltc; ein fremder Zuschauer aber nichts erblickte.Abbt war ein Philosoph des Menschen, desBürgers, des gemeinen Mannes, nichtein Gelehrter: er war durch die Geschieh-te, wie unter Thaten, gebildet: in Ta -

citus Kürze verliebet, die er aber mit franzö-sischen Wendungen, und brittisehenBildern mischte: zur Theologie erzogen, von

welcher er auch etwas biblische Sprache behielt; undübrigens nicht für den strengen systemati-schen Vortrag.

Nun sollt ich sein Bild umkehren, wie Anakre-on das Bild seines Bathyilus, und sagen:dieKunst ist neidisch, daß sie das Beste nicht ausdrü,cken kann, seine Seele." Ich sollte, da ich ibnjetzt von außen betrachtet, in das innere Triebwerkgreifen, das so große Dinge wirkte: mit starker

Hand dasselbe anhaltcn, und die Räder und Federnzerlegen, die, alles bewegten. Oder, damit ich michdem Tone der Zeit bequeme: so sollte ich mich in

der Psychometrie üben, und ihn wie einpreußischer Werber, ausmeßen: ein Gericht,das Dichter und Maler nach ibrem Tode habenüber sich mäßen ergehen lassen, und zu welcher nochneulich unser Kleist seine Schuhe hat ablegenmäßen. Allein da ich mich auf diese Kunst nichtverstehe: und Abbt nicht gern, wie jener Hy las

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