Z4
I. Gallerie
zu, der unsere Nationalschulden an franzosirendmund briltischen Ausdrücken kennet: überdem ist eSvon hieraus am leichtesten unter die Leute zu brin-gen: warum soll es denn verschlossene Schatze ent-halten ?
Ich will nicht anführen, daß in jeder Nationdie ältesten Sprachschätze stets für Heiligthümer desApollo gehalten sind, und daß , da die Religion ge-meiniglich eine Wächter!» dieses Heiligthums gewe-sen, zu ihr sich jedesmal Dichter und Schriftstellermit ehrerbietigen Schritten genahet, um cigcnthüm-lich und über das Gemeine zu reden So kamenHomer und Birgst und Sallust und andre aus die-sem geweiheten Haine Avolls, als ehrwürdige Per-sonen zurück, weil sie sich ohne Strafe hatten erküh-nen dürfen, einen Lorbeerkranz in ihm zu brechen;— und so sollen wir, denen schon nicht erlaubt ist,bis in die heiligen Wälder Theuts zu dringen,und von der goldncn Sichel des Druitcn im weißenKleide geweiheten Vogelleim aus der Hoho aufzufan-gcn: wir sollen uns wenigstens nicht durch das/3L,Si;X.-r<! derer abhalten lassen, dieallein Vertraute des Phöbus scyn wollen: weil
Phöbus Apollo in dem Vorhofe seines Tempels nie-mand schadet. Ich meyne, daß, da wir die älte-sten Urstücke deutscher Sprache fast vcrlvhren haben,wir uns an denen halten müssen, die uns einigemit Unrecht verschließen wollen, als ein vom Him-mel gefallenes Palladium, da es doch nur Kirchcn-geräth ist.
Ich will auch nicht anführen, daß der biblischeDortrag der Kanzeln, in dem ein Gottcsgelchr