großerund weiser Männer. 49
denn er hat, wie jener Grieche die Helena mah-let«, mehr reich als schön geschrieben: Abbt starb
zu früh, für uns der erste elastische Uederfeher zuwerden, denn sein Sallustius ist ein woklae-bildetes, aber verwaisetes Kind: Abbt starb zu früh,in der Philosophie über unsre Sprache der erste ei-aier neuen Bahn zu werden; aber da hangen nochdie Kranze für den, der darnach strebet: ich binkein Hellanodik, um sie auszutheilen.
Daß Abbt ein Apostat der Theologie geworden,gibt Miller seinem Geschmack an den französi-schen Schriften, und seiner Liebe mehr für das Schö-ne in der Erkenntniß, als für das Mühsame imSysteme, Schuld. Warum er das Studium derTheologie verlassen, geht mich hier nichts an; aberob dies Studium auch einen Einfluß gehabt, in das,was wir von ihm haben, das ist Meine Frage! —Trügt mich nicht mein Gedachtniß: so hat Abbtunter den Nachrichten von BaumgartensBüchern auch einige verfertigt; allein die rechneich hier nicht. Verschiedene Steilen seiner Bücher,die an die Granzen der Theologie streifen: und seinStil, der manchmal ins Biblische fallt, dies kommthier in Betrachtung.
Zu denen Philosophen gehört Abbt ganz Undgar nicht, die in ihren Schriften jener Grundregeldes Protagocas zu folgen scheinen: „ob Göttersind oder nicht sind? davon Hab ichnichts zu sagen!" Ich wills zugeben, daßAbbt auf Religionsseiten desto eher gerathe: weiler sich einige Zeit gewöhnt, Dinge unter solchen Ge-sichtspunkten anzusehen: und daß unsrer Seele dirHerdersWorkez.Phit.u.Gesch. XIII. D lVacKlen.