großer und weiser Männer, 47
in der Sprache; ein Nationalautor im doppeltenSinn!" Ich will nicht aufs neue, gegen unsregangbare, geläufige Schreibart dekllttniren: Laune
und EigenthnMIichkeit kann ich doch damit keinemgeben. Nur so viel sage ich, dies Idiotistische hallAdblen bei mir schadlos gegen alles Zu-Franzö-sische, oder Z u - B r i t t i sc he , worüber er beiandern Schriftstellern selbst spottet.
Lange habe ich mich bei Abbts Styl aufgehal-lten; aber vielleicht aufhalten müssen, weil die m.i-sten Kunstrichter gegen ilm schreien, und selbst seinLebensbeschreiber *) nicht genau genug das Vortreff-liche vom Fehlerhaften unterscheidet. Allerdings „ist„unsre Sprache (durch das Verderben ganzer„Jahrhunderte) zu weitschweifig; und muß„zusaM mengezog cn werden, wenn sie„nicht schleppen soll: allerdings ist jeder„B e g r i ff i n der Woctfügungso zu 0 r d-„nen, daß er auf den Leser mehr Wir-„kung thue, man muß sic also nach b e-„svndern Absichten rücken: oft muß
„man neue W 0 rke prägen, muß sich durch„Metaphern deutlich zu machen suchen:„Muß oft kurz und mit einem Worte„andeuten:" wo aber alles dies geschehen muß,können blos einzelne Fälle entscheiden. „TacituShat Abbrnie inFehler verleitet; dadurch,daß er, wie dieser, tief denken, spru ehre ichschreiben, und die Wortfügung bequem
*) Ehrengedächtniß, S. 20. 21. 22.