großer und weiser Männer. ^3?
unsre Wissenschaft,. Belesenheit und Scharfsinn ausfreundschaftlicher Liede nicht demülhigcn wollen. Solange wir nur einen Lcßing für die kurzen Sprach-gaukeleien der komischen Bühne, und einenWeiße swenn er ohne Reime schreibt) für denAusdruck des Cothurns haben:, so lange nur einGleim durch Umbildungen fremder Trauerspieledie Sprache versucht, die wie C a l I i o p e n s Tu-ba dienet: so lange uns in Profe wenige Schrift-
steller zum Rückhalt sind, auf die wir trotzen könnten:„siehe! dieser sagte nie zu viel!" so lange wollenwir uns freuen, wenn ein nachdrücklicher Wortar-mer Spartaner erscheint, ihm als Deutsche die Hän-de reichen, und sagen:, „kurz und gut ! wir sindBrüder!."
Wer hiezu nicht Lust hat: wohl! dem gebenwir Meiers Commentarien über den barbarischen,dunkeln, lakonischen Baumgarten in die Hand:hier kann er sich satt lesen. Wer noch weiter geht,und Abbt feierlich tadelt: der soll verdammt wer-den, alle Wochenblätter nach der Reihe hin zu le-sen, die in Halle erschienen sind und erscheinenwerden. Laßt es sich gar jemand einfallcn, TacituSselbst zn tadeln,, (so wie es der Herr Conrektor,Johann Samuel Müller, bewiesen hat,daß er vortrefflich, Tacitus aber schlecht schreibe) so weißich keine härtere Strafe, als daß er diese geprieseneHamburgische Ueberfehung, die dem Tacitus völligtreu bleibt, weil sie ihn d ur c h aus verbessert, lang-sam und deutlich,,Wort für Wort, mit Vorrede undNoten lese: ohngefahr wie Mahommcd nach einerSura seines Korans denselben gelesen haben will.—