großes und Weiser Männer. 3t>
pfchle sie zu lesen» und wünsche ihr viele Anwemdüng: damit uns die Muse der Geschichte baldeine Colonie von MänNerN schicke, die dieß großeFeld bearbeiten, daß wir auf ihm Blumen undFrüchte, in ihm Schatze und Kleinode finden: daßsie uns Schriften gäbe» die» wie Abbts Schriften,im Garten dek Geschichte gewachsen, und mit delnGolde aus ihren Tiefen bereichert sind.
Wenn ich gesagt habe» daß Tacitus undSallust unserm Abbt deN Geist der Geschieht?cinqehaucht: so meyne ich ja Nicht, daß seine Welt-
historie eine Sal lu sti a n i sehe und Noch Mindereine Geschichte des Tacitus zu nennen sey: ichschreibe cs ihnen blos zu, daß sie Abbt Geschmackim der Historie und jenen Reflerionsgeist eiNgeflößct,der sich in allen seinen Schriften äußert '; denn wieSüllust und Tacitus über Begebenheiten undPersonen philosophiren » um sie zu beschreiben undzu erklären; sv philosophirt er über Wahrheiten undErfahrungen, UM sie zu erläutern und zu beweisen.Er wollte aber vom Tacitus und Sallust noch.Mehr lernenWie sie zu schreiben: er ver-
glich das Genie der deutschen UNd lateinischen Spra-che» und wollte aus dieser in jene die machtvolleKürze bringen, die wir bei den meisten Deutschenvermissen» und bei deN Römern bewundern. Wiefern er das Genie beider Sprachen recht gegeneinan-der abgewogen; wiefern er den Sallust in die unsreglücklich oder unglücklich verpflanzet, werden wirunten sehen. Hier bemerke ich überhaupt» daß dienatürliche Denkart des Tacitus sich Mit der Wen-dung» die AbbtS Genie Nahm, etwas zu stoßen
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