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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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sind, wird unter einer eignen Abtheilung steheN.Hier führe ich also blos an: aus Tacitus undSallust fuhr in ihn der Geist der Geschichte,und die Neigung, nach ihnen einen Styl zu bilden.

Ueberall in Abbts Werken schwebet und re-get sich ein historischer Geist, der jeden seiner phi-losophischen Gedanken und Situationen aus der G e-schichte zu beleben sucht: über sie philosophirk,und aus ihr beweiset. Wie unerwartet ist dies, beieinem Genie, dessen Einbildungskraft fruchtbar gnugwar, Kinder zu gebaren, und dessen Kenntniß derMenschen ihm Charaktere und erdichtete Beispiele inMenge hatte aufbieten können. Alsdenn wäre un-ser Abbt vielleicht ein deutscher Toußaink gewor-den , in dessen Sittenschule so viel artige Puppenauftretcn, als in der Sittenschule Aesopus Thiere,und in der Sittenschule Homers Götter undHelden. Aber Lank sei dem Freunde, der ihm fastauf jeder Seite seines Manuscripts an den Randschrieb *):weg mit den Zierrnthen von eigner

Erfindung! Geschichte dafür!" Denn eben durchdiesen pragmatischen Gebrauch der Historie bekommtAbbts Denkart Festigkeit, die ihr sonst mangelnwürde: Mannigfaltigkeit der Auftritte bei jederneuen Blattscite, und eine eigne Manier, die ichmanchem deutschen Schriftsteller wünsche. MillersAbhandlung von einem ausgebreitetern Ge-brauch der G e sch i ch l s k und e steht also vorAbbts Fragment recht an ihrer Stelle: ich em-

*) S> Millers Vorrede zu Abbts Fragment.