großer und weiser Männer. 25
feinem Jahrhundert umbildet: sondern ihn in
allen Nuancen seiner Zeit erklärt, und alsdenn er-gänzet. Er suche ihn nicht von seinen Schlacken zureinigen: denn wenn in diesen Schlacken gleich nicht
Gold bleiben sollte: so verliert der immer viel mit
ihnen, der sie zu brauchen weiß. Sondern er über-nehme nur geduldig die chemische Operation, allesin seine Bcsiandlhcile auszulösen, damit wir dieEntstehungsart sehen. Daran ist mir nicht so vielgelegen, daß jemand aus dem Geiste eines Autorswieder den Geist heraus zu ziehen weiß, und mit ei-ner bedeutenden Miene zu mir tritt: siehe da! ich
habe dir trinkbar Gold verschafft: denn mit diesem
Geist und trinkbarem Golde ist gar zu vielBetrug vorgegangen. Aber der Erklärer ist meinMann, der der Vvrwclt, und der Zeit-, und derNachwelt eines Autors ihre Granzen ziebet: was
ihm die erste geliefert, die zweytc geholfen oder ge-schadet, die dritte nachgearbcitek. Eine Geschichteder Schriftsteller, die nach dieser Idee ausgesührt,welch ein Werk wäre sie! Die Grundlage zu einerGeschichte der Wissenschaften und des menschlichenVerstandes. Hatten wir auch nur einen einzigenVacv auf diese Art erkläret aus der alten Zeit, ge-rechtfertigt aus der seinigen, aus der unsrigcn ver-bessert und ergänzt: so hätten wir «in großes Hülfs-mittel, das uns weiter brächte: und cs könnte anihm ein zweyter Baco entstehen, so wie Aleranderan dein Grabe des Achilles, und Cäsar ander Bildsäule Alexanders. Wäre A r i sto t e l e swohl je. so schädlich geworden, hatte man auch nureinen einzigen solchen Blick auf ihn geworfen e Abcrwenn die, Muttermale eines Autors, die für senie