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qen, und wie durch einen Kuß Weisheit lernen.Einige Züge von der Art, wo mc»> unmittelbarlernen kann: sind nützlicher, als große Gelehrsam-
keit, dis wir aus dem tobten Buchstaben fürs Ge-dachtniß lernen, und dabey in unsrer eignen Seelealt und grau werden. Daher hören wir so gerneErfinder und Denker und Originalköpfe von derMethode reden, in der sie denken: sollten sie uns
auch nur Embryonen von Begriffen, und unausge-bildete, halb entworfne Gedanken liefern; daranliegt mir nicht, was B aco ausgedacht hat; son-dern wie er dachte. Ein Bild von der Art ist nichttodt: es bekommt Leben: cs redet in meine Seele.
Daß die Arbeit, die ich nenne, nicht so leichtseyn müsse, sieht man auch aus der Seltenheit derer,die sich ihr unterziehen. Einem großen Manne klei-ne Fehler abzulauern: uns höckerigte Auszüge sei-ner Gedanken zu geben: ihn, wie durch ein Voc-
urtheil seines Namens, zu preisen; sreylich dassind leichtere und rühmlichere Verrichtungen; dieaber nichts helfen, und öfters schaden. Was kannes einem Leser helfen, daß er durch solch einen re-gelmäßigen, oder krüppelhaften Auszug durchmischet?Der Geist des Autors ist weg aus diesem Gerippe!Was kann es Helsen, daß ich meinem Autor einpaar eigne Gedanken anflicke, und sie ihm wie Hö-cker aufbürde? Muß cs nicht äußerst schaden, dasAuge eines Lehrlinges daran zu gewöhnen, daß eszuerst Fehler sucht; sein Gefühl für die Schönhei-ten zu verhärten, und feine Seele damit zu verstüm-meln, daß er tadelt, statt nachzueifern? Muß csnicht schaden, wenn wir geleitet vom Vorurthcil des