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I. Gallerte
schchen kann. Hier habe ich nnr die Snmmarienseiner Denkart, dort das Capitel selbst; und manweiß, wie gewaltig die stolpern , die bloß aus Regi-stern und Titeln gelehrt sind. Noch minder könnendie wenigen, unausgearbeiteten Schriften ein MaaS-stab seines Geistes scyn. Diese Ehre bleibt deneneigen, die ihren Geist in ihre Bücher so einkcrkern,als jener Spanier den hinkenden Teufel in die Bou-le ille, oder Ariost den Verstand seines Helden indie Mondglasec einschloß, daß ihnen nichts übrigblieb. Diese haben alsdenn das Vergnügen, sichim doppelten Verstände selbst nuszuschreiben, imdoppelten Verstände sich selbst zu überleben, und ih-ren ganzen Geist der Welt ohne Rückhalt und Hin-terlist treuherzigzu vermachen. Abbt war nichtProfessor genug, um so für seine Schüler, und derTod nicht langsam genug, um so für seinen Bio-graphen zu sorgen: seine Schriften sind ein kleines
Fragment, eine kleine aber um so schätzbarere Reli-quie seines Geistes. Und wenn ich nun Abbt ausdiesen seinen Schriften eine Ehcensäule errichtenwill: wie kann ich sie anders nennen, als einenverstümmelten Torso?
Aber Key diesen Einschränkungen insgefammtsetze ich mich doch durch Versprechen sehr in Schul-den. Ich soll zuerst die eigene Manier meinesSchriftstellers zeigen, und die Driginalstriche seinerDenkart bemerken: ein schweres aber zugleich nütz-liches Geschäfte. Schwer sind die Augenblicke abzu-lauern , da sich die Seele entkleidet, und sich unswie eine Schöne in bezaubernder Nacktheit darstellct:daß wir uns an die Denkart des andern anschmie-