l. Galler,e
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hat, sich durch abwechselnd? Schattenbilder an derWand zu vergnügen, und durch rasende Eontrastedas Auge des Zuschauers zu bestürmen. Ich ärgeremich, wenn ich einen neuern deutschen Schriftstellerso kühn nennen höre, einen pragmatischen Geschicht-schreiber unsres Jahrhunderts, blos weil er seinemtrocknen und kreuzlahmen Skelett ein paar sol-cher französischen Bilderchen, ganz am UnrechtenOrt angeheftet.-
Vorzüglich muß ein Biograph die Gestaltseines Helden ihm gleichsam vom Antlitz zu reistenwissen, wenn er dieses Namens wcrth seyn will.Und da, wie voraus gezeigt ist, wir uns selbst nichteinmal von innen kennen: und wir als», wenn wirauch alle wie Montag ne wären, schwerlich voll-kommene Biographen unser selbst werden konnten:so hat der Geschichtschreiber seinen Autor desto mehrvon außen zu studieren, um die Seele desselbenin Worten und Handlungen aufzuspähen.So zeichnet er das Bild der Sonne nicht aus ihremstrahlenden Antlitz, sondern nach ihrem Wicderscheinim Wasser.
Es ist das große Unterscheidungszeichen, das dirBiographen alter und neuer Zeit Himmel weit voneinander absonderl: jene zeigen uns ihren Mann
in Thatcn, und Handlungen, die bis auf die klein-sten Nüancen, Vcrrather seiner Seele sind; dirneuern malen uns selbst seinen Charakter; der oftein Roman ihrer, öfter ein Roman ihres Autors ist.Ich weiß sehr wohl die Ursachen, warum die Alteneker, als wir, haben Biographen der Seele se»nkönnen; allein schriebe ich ein Leben, so würde ich
ihnen