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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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Zwecken meine Arbeit auch nur ein geringes beytrü-ge! Wie? wenn ich einen einzigen Leser auf denPfad risse, den Abbt ging: ihm die Abwege zeig-te, auf denen jener sich verirrte: ihm die Fußsteige

anwiese, wo er die Schriften seines Vorgängersüberholen konnte. Wenn ich einem andern die zer-stücktcn Entwürfe darlegte, damit er sie ergänze,einen andern auf die Spur brächte, sich AbbtsDenkart zu eigen zu machen, und einen andern we-nigstens vom Nachäffen rettete: eine einzige die-ser Hoffnungen erleichtert, eine einzige Erfüllung der-selben belohnt meine Arbeit.

Sollte ich es aber nicht vermögen, den Geistdessen, über den ich schreibe, zu erwecken, und inihm eine lebendige Wcrkstätte aufzuschließcn, so gie-ße ich doch wenigstens ein Opfer der Liebe an dasGrab des Tobten. Statt ihn zu loben, versuchteich das lobenswürdige zu zeigen, was er geleistet,und ihm aus seinen Schriften eine Ehrensäule, ichweiß nicht, ob in Jkonischem oder Idealbilds aufzu-richten. Entspricht sie nicht dem Geist des Abgebil-deten: vorübergehender Künstler! reiße sie nichtnieder, sondern rücke sie, als einen verstümmeltenTorso zu den Füßen des Grabmals und errichte anseinem Haupt eine bessere. Um die unsichere Un-sterblichkeit mögen sich die Werke meines Abbtsselbst bemühen, oder nicht bemühen: meine Schrift sollunsrer Zeit nützen. Für sie schreibe ich dieselbe, undwidme sie den Freunden und Liebhabern mei-nes Schriftstellers ungenannt und von ihnen entfernt.