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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
Entstehung
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Stück in Strophen verrheilt in einer rasenden Spra-che voll poetischen Unsinns altweiberisch hergezähletsehen. Unter uns wird diesen schreienden Thcrsi-t e s seine gute Absicht entschuldigen; aber unter denGriechen würde ihn die Strafe derer treffen, die dieTobten gcschmahet.

Da ich also vor zugespitzten Lobreden Eckel, unddie musikalische Sprache sanfter Elegien nicht in mei-ner Gewalt habe: was bleibt mw übrig?Eben das, wozu ich mich sogleich entschloß, ehe je-mand vom Abbt schrieb: nämlich, mich an sein

Grab zu schleichen, und seine Schriften, wie in fer-ner Gegenwart, und wie vor den Richtern der Tob-ten , zu lesen. Leser! setze dich neben mich undlies mit mir, denn der Geist, der Abbts Körperüberlebt, alhmct in seinen Schriften: wisse ihre

todten Worte zur Hülle zu nehmen, um denselbenzu erblicken, damit er in dich wirke, und dich wiemit einem Hauche, belebe. Das haben die. Seelen,sagt Plato, mit dem Magnete gemein, daß sieeinander ihre Kraft mittheilen und sich, wie in einersortgehendcn Reihe von Wundern beseelen.

In der TKat man achtet die Verlassenfchaft ei-nes vortrefflichen Schriftstellers oft zu wenig, wennman die Schätze desselben mit seiner Urne einschar-ket. In der gelehrten Geschichte stellet man ein ma-gres Skelett feiner Lebensumstande auf: und ver-

schlingt die Titel seiner Schriften, und die Anekdo-ten seines Lebens, wie trockne und unverdaulicheSchalen. Darüber vergißt man,, daß seine Schrif-ten einen Abdruck seines Geistes enthalten,und die schätzbarste Reliquie sind, die wundecthatig