der Geschichte der Menschheit. 3?Z
Sinn geben, und doch Jahrhunderte nur Syl-ben, Nationen nur Buchstaben, und vielleichtInterpunktionen sind, die an sich nichts, zumleichtern Sinne des Ganzen aber so viel bedeu-ten! Was, o einzelner Mensch, mit deinenNeigungen, Fähigkeiten und Beytrage bist du? —Und willt, daß sich an dir allseitig die Vollkom-menheit erschöpfe? —
Eben die Eingeschränktheit meines Erd-punktes, die Blendung meiner Blicke, dasFehlschlagen meiner Zwecke, das Räthselmeiner Neigungen und Begierden, das Unter-liegen meiner Kräfte nur auf das Ganze einesTages, eines Jahres, einer Nation, ei-nes Jabrhunderts — eben das ist mir Bürge,daß i c h Nichts, das Ganze aber Alles sey!Was für ein Werk, zu dem so viele Schattengrup-pen von Nationen und Zeiten, Kolossen-Figuren fast ohne Gesichtspunkt und An-sicht! so viele blinde W erk zeuge gehören,die alle im Wahne des Freyen handeln, unddoch nicht wissen, was? oder wozu? die nichtsübers ehen, und doch so eifrig mithandeln,als wäre ihr Ameisenhaufe das Weltall —was für ein Werk dies Ganze! Bcy derkleinsten Spanne, die wir davon übersehen,so viel Ordnung und so viel Wirrung, Kno-te undAnlage zur Auflösung — beydes ebenfür die überschwängliche Herrlichkeit im Allgemeinen,Sicherheit und Gewährleistung. Elend klein müßtees seyn, wenn ich, Fliege, es übersehen könnte!wie wenige Weisheit und Mannigfaltigkeit,