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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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361
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der Geschichte der Menschheit. 36i

schaft dieses großen Körpers um eines zeitigenvermehrten Appetits, oder eines schei n-baren Zusatzes von Kräften halber, zusieht,lobt und befördert oder wenn sie auchaufs ärgste sich widersetzte: den Grund derfort-behenden Verfeinerung und des Aus-bringens zu Ra i sonne m c nt, Ueppig-kcit, Freiheit und Frechheit" wird sienimmermebr heben. Wie sehr das wahre frei-willige Ansehen der Obrigkeit, Aelternund höchsten Stande in der Welt, nur seit ei-nem Jahrhunderte gefallen, ist bei ei-ner kleinen Vergleichung unsäglich: auf zehnfache

Weise tragen unsre kleine und große Großen dazuweiterhin bei: Schkanken und Schlagbäu-m e nicdergerifsen : V o r u r t h e i l e,- wie cs heißt,

des Standes, der Erziehung, und ja derReligion unter die Füße getreten und zu ihremSchaden selbst verspottet: wir werden alle durcheinerlei Erziehung, Philosophie, I r-religion, Aufklärung, Laster und end-lich zur Zugabe, durch Unterdrückung, Blut-durst und unersättliche Habsucht, dieschon die Gemüther weckt und zum Selbstgefühlbringt, werden wir alle Heil uns, und nachvielen Unordnungen und Elende, Heil uns! wasunsre Philosophie so rühmet und anstrebt, Herrund Knecht, Vater uich Kind, Jünglingund die fremdeste Jungfrau, wir alle werdenBrüder. Die Herren weissagen wie Kaiphas,aber freilich zuerst auf eignen Kopf, oder dasHaupt ihrer Kinder!