der Geschichte der Menschheit. 3g5
schengeschlechts in aller Treue, Fülle undGefühl der Offenbarung Gottes. Vorar-beiten genug; aber alles in Schlaube und Unord-nung! Wir haben unser jetziges Zeitalter fastaller Nationen, und so die Geschichte fast al-ler Vorzeiten durchkrochen und durchwühlt, ohnefast selbst zu wissen, wozu wir sie durchwühlt ha-ben. Historische Facta und Untersuchungen, Ent-deckungen und Reisebeschreibungen liegen da: wer
ist, der sie sondere und sichte?
„Ga n g G o tt es ü b e r d i e Nationen!"M on te s q uie u's edles Riesenwerk hart nichtdurch eines Mannes Hand werden können, was csscyn sollte. Ein G ethisches Gebäude im phi-losophischen Geschmacke seines Jahr-hunderts! Lsprit! oft nichts weiter! Aus Stelleund Ort gerissen und auf drey oder vier Markt-platz e, unter das Panier drey elender All-gemeinörter — Worte! — dazu leerer,unnützer, unbestimmter, allverwirren-der Esprit - Worte! hi nge krümme rt.Durchs Werk also ein Taumel aller Zeiten, Na-tionen und Sprachen, wie um den Thurm der Ver-wirrung, daß jedweder seinen Bettel, Rcichthumund Ranzen, an drey schwache Nagel hän-ge — Geschichte aller Völker und Zeiten, diesgroße lebendige Werk Gottes auch in seinerFolge, ein Ruinen - Haufen von drey Spitzen undEapseln — aber freylich auch sehr edler, würdigerMaterialien — Montesquieu!
Wer, der uns den Tempel Gottes hcrstclle,