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IV. Auch eine Philosophie
Wenns vielleicht gar nur N a c h h al l des letztenübrig gebliebenen Sterbelauts wäre,oder ein Theil des Stimmens! —
Unter dem großen Baume des Allvaters*),dessen Gipfel über alle Himmel, dessen Wurzeln un-ter Welten und Hölle reichen: bin ich Adler aufdiesem Baume? bin der Rabe, der auf seinerSchulter ihm täglich den Abendgruß der Wel-ten zu -uhr bringt? — welch eine kleine Laub-faser des Baums mag ich seyn! kleines Kommaoder Strichlein im Buche aller Welten!
Was ich auch sey! Ruf von Himmel zu Erde,daß, wie alles, so auch ich an meiner Stelle et-was bedeute. Mit Kräften ausgespart zumGanzen, und ja nur mit Gefühl der Glück-seligkeit auch nach Maß dieser Kräfte! Wer mei-ner Brüder hatte Vorrecht, ehe er war? undWenns Zweck und Zusammenstimmung des Haus-raths forderte, daß er Gold- ich Erdege faßwurde — ich nun eben Erdegefäß, auch inZweck, Klang/Dauer, Gefühl und Tüch-tigkeit, kann ich mit dem Werkmeister streiten?Ich bin nicht übergangen, niemand vor ge-zogen; Fühlbarkeit, Thäligkeit und Tüchtigkeit desMenschengeschlechts ist v e r t h e i l t. Hier reißtder Strom ab, dort setzt er an. Wem viel gegebenist, der hat auch viel zu leisten. Wer mit vielSinnen erquickt wird, hat mit viel Sinnen zu
*) Eine große Vorstellung der nordischen Edda!