de r G e schichte der Menschheit. 33r
auch Muth und Kraft zu dem rauhen Handwerkehatte, es treiben? warum es aber auch treiben?Er kann ja nach den Sitten unsers Jahrhundertsauf eine weit bequemere,, gar ehrwürdigeund glorreiche Weife Haus-, Kammer-undBetträuber werden — in diesen Bedingungenvom Staate besoldet werden,, — warum sichnicht lieber besolden lassen? Warum das unsichreHandwerk — zu dem er — und darauf kommts hin-aus — weder Muth noch Kraft, noch Gelegen-heit hat? Gnade Gott eurer neuen, freywil-ligen Tugend!
Haben wir „keine bürgerlichen Kriege,"weil wir alle so zufriedene, allgesattigte, glücklicheUnterthancn sind? Oder ists nicht eben aus Ursachen,hie oft gerade das Gegent heil begleiten?Kein Laster — weil wir alle so viel hinrei-ßende Tugend, G r i e r h e n-F re y he i t, Rö-mer-Patriotismus, Morgenland s-F r ö m-Migkeit, Ritterehre, und alle im größtenMaße — oder ists nicht gerade, weil wir der allenkeine haben, und leider also auch ihre einseitige,oertheilte Laster nicht haben können- Dünne,sthw unkende Aeste!
Und als solche, ists freylich mit unser Vorzug„eben der matten, k urz sichtigen, allv er-acht e n d e n , allein selbst gefälligen,Nichts a u s ric h te n h e n und eben in der Unwirk-samkeit trystv ollen Philosophie" fähigzu seyn. Morgenländer, Griechen und Römerwarens nicht.