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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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325
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der Geschichte der Menschheit. A2S

gröber« haben frerlich die Alten, und zwar dieelende unrubige Regimentsform, kleine Repu-bliken ausbilden können: aber sebet auch wie

grob jene Beredsamkeit Demosthenes!jenes Griechische Theater! grob selbst jene ge-priesene Antike! Und mit ihrer Mahlereyund Musik ists gar nur aufgedunsenes Mähr-chen und Aettcrgeheul gewesen. Die feinere Bl re-ihe der Künste hat auf die glückselige Monarchiegewartet! An de» Höfen Ludwigs copirte (5 or-neille seine Helden, Racine seine Empfin-dungen: man erfand eine ganz neue Gattung derWahrheit, der Rührung und des Geschmacks,von der die fabelhaften, kalten, prachtlosen Alte»nichts gewußt die Opera. Heil dir Oper! duSammelplatz und Wett.ifer aller unserer schönenKünste!

In der glückseligen Monarchie wars , wo's nochErfindungen gab *). Man erfand, statt der altenpedantischen Universitäten, glanzende Akademien.Boussel erfand eine Geschichte, ganz De-klamation und Pred igt und Iahrzahl-Register, die den einfältigen Lenophon undLivius so weit übertraf: Bourdaloue erfand

seine Rcdegatlung, wie besser als D em 0 s th en!Man erfand eine neue Musik, Harmonie, diekeiner Melodie bedurfte, eine neue Baukunstwas jeder unmöglich geglaubt, eine neue Säuleund was die Nachwelt am meisten bewundern wird,

*) Voltaires sidole äe I,oui» XIV.