der Geschichte der Menschheit. A2S
gröber« haben frerlich die Alten, und zwar dieelende unrubige Regimentsform, kleine Repu-bliken ausbilden können: aber sebet auch wie
grob jene Beredsamkeit Demosthenes!jenes Griechische Theater! grob selbst jene ge-priesene Antike! Und mit ihrer Mahlereyund Musik ists gar nur aufgedunsenes Mähr-chen und Aettcrgeheul gewesen. Die feinere Bl re-ihe der Künste hat auf die glückselige Monarchiegewartet! An de» Höfen Ludwigs copirte (5 or-neille seine Helden, Racine seine Empfin-dungen: man erfand eine ganz neue Gattung derWahrheit, der Rührung und des Geschmacks,von der die fabelhaften, kalten, prachtlosen Alte»nichts gewußt — die Opera. Heil dir Oper! duSammelplatz und Wett.ifer aller unserer schönenKünste!
In der glückseligen Monarchie wars , wo's nochErfindungen gab *). Man erfand, statt der altenpedantischen Universitäten, glanzende Akademien.Boussel erfand eine Geschichte, ganz De-klamation und Pred igt und Iahrzahl-Register, die den einfältigen Lenophon undLivius so weit übertraf: Bourdaloue erfand
seine Rcdegatlung, wie besser als D em 0 s th en!Man erfand eine neue Musik, — Harmonie, diekeiner Melodie bedurfte, eine neue Baukunstwas jeder unmöglich geglaubt, eine neue Säule —und was die Nachwelt am meisten bewundern wird,
*) Voltaires sidole äe I,oui» XIV.