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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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3^4 IV Auch eine Philosophie

und ins Blaue des Himmels hinein bilden, diedas Unglück haben, nichts anders zu können; hatder Liebling der Braut nicht eine schönere Stelle,als der Dichter, der sie singt, oder derFreiwer-ber, der um sie wirbt? Siehe, wer die Menschen-freundschaft, Völkerliebe und Vatertreue am schön-sten besingen kann, hat vielleicht im Sinne, ihrauf Jahrhunderte den tiefsten Dolchstoß zu ge-ben ? Dem Scheine nach der edelste Gesetzgeber,vielleicht der innigste Zerstörer seines Jahrhun-derts! Von innerer Verbesserung, Mensch-heit und Glücks eligkeit nicht die Rede:er strebte dem Strome des Jahrhunderts nach,ward Heiland des menschlichen Geschlechts, nachdem Wahne des Jahrhunderts, erstrebte sichalso auch den kurzen Lohn des allen welkendenLorbeer der Eitelkeit, morgen Staub undAsche. Das große, göttliche Werk, Mensch-heitzu bilden still, stark, verbor-gen, ewig mit kleiner Eitelkeit konnte!nicht granzen!

V. Ohne Zweifel wird man, nach dem, wasich geschrieben, den Allgcmeinsatz anbringen, daßman immer die Ferne lobe und über die Gegen-wart klage; daß es Kinder sind, die sich in die Fer-ne des Goldschaums verlieben, und den Apfel, densie in der Hand haben, dafür hingeben, weil siejenes nicht kennen aber vielleicht bin ich diesKind nicht. Ich sehe alles Große, Schöne undEinzige unsers Jahrhunderts ein, und habe es,bei allem Tadel, immer zum Grunde behalten,