296 IV. Auch eine Philosophie.
der jetzt durch sie an einer andern Seite eine Kai-ser sta dt zerstören laßt, daß die Wissenschaften,die da niemand suchte und die da so lange m ü-ß i g waren , nach Europa fliehen — Alles istgroßes Schicksal! von Menschen unüb er dacht,un gehofft, un bewirkt— siehst du Ameisenicht, daß du auf dem großen Rgde des Verhäng-nisses nur kriechest?
Wenn wir in die Umstands des Ursprungsaller sogenannten Welterleuchtungen näher eindrin-gen: die nämliche Sache. Dort im Großen, hierim Kleinen, Zufall, Schicksal, Gottheit!Weis jede Reformation ansing, waren Klei-nigkeiten, die nie sogleich den großen ungeheu-ren Plan hatten, den sie nachher gewannen; so oftes gegentheils vorher der große, wirklich überlegte,Menschliche Plan gewesen war, so oft mißlang er.Alle euere große K ir ch c nv e r sq m m l un g e n,ihr Kaiser, Könige, Eardinäle und Herren derWelt! werden nimmermehr nicht ändern, aber die-ser unfeine, unwissende Mönch, Luther sollsgusrichten! Ugrd das von Kleinigkeiten, woer selbst nichts weniger, als so weit denkt ! durchMittel, wo nach der Weise unserer Zeit, .philo-sophisch gesprochen, nje so was au s zu r i c h te nwar! meistens er selbst das Wenigste ausrichtend,nur daß er andre an stieß, Reformatoren inallen andern Ländern weckte, ec aufstand und sag-te: „ich bewege mich! darum gihts Bewegung!"
dadurch ward, was geworden ist. Veränderung derWelk! Wie oft waren solche Luthers früher auf-gestanden und — untergcggngen! Der Munh ih-