der Geschichte der Menschheit. 296
alle menschliche Kräfte und Aussichten gingen,denen sich die Menschen meistens widersetzten,wo niemand dieF 0 lge, als üb e r l eg ten Plan,träumte, oder es waren kleine Zufälle, mehrFunde, als Erfindungen, Anwendungen ei-ner Sache, die man lange gehabt, und nichtgesehen, nicht gebraucht hatte — oder gar nichts alssimple Mechanik, neuer Kunstgriff,Handwerk, das die Welt änderte — Philosophendes achtzehnten Jahrhunderts, wenn das ist, wobleibt eure Ab göttekey' gegen den menschli-chen Geist?
Wer legte hier Venedig an diesem Platze,unter dem tiefsten Bedrängniß der Noch an? undwer überdachte, was dies Venedig, allein an die-sem Platze, ein Jahrtausend hindurch, allen Völ-kern der Erde seyn konnte und sollte ? Der die-sen Sund von Inseln in den Morast warf, derdiese wenigen Fischer dahin leitete, war derselbe, derdas Samenkorn fallen laßt, das zu der Zeitund an dem Orte eine Eiche werde; der die Hüt-te an die Tiber pflanzte, daß Rom, das ewi-ge Haupt der Welt, daraus würde; eben derselbeists, der jetzt Barbaren hinzuführt, daß fle dieLiteratur der ganzen Welt, die Bi-bliothek zu Alexandrien (gleichsam einversinkendes Welttheil!) v e r n ic ht i gen, jetzt ebendieselbe hinzu führt, daß sie ein en kleinen RestLiteratur erbetteln, erhalten, und aufeiner ganz andern Seite, auf W egen, dieniemand geträumt oder gewünscht hatte,nach Europa bringen sollten. Eben derselbe,