290 IV. Auch eine Philosophie
streben mußten, che eure Reformation, oderlichte, hell glänzende Deismus entstehenkonnte. Die üble Staalskunst mußte dasRad all ihrer Uebel und Abscheulichkeiten durchlau-fen , eh unsere „S t a a t s ku n st," im ganzen Um-fange des Worts, erscheinen durfte, wie die Mor-gensonne aus Nacht und Nebel. — Noch immeralso schönes Gemahlde, Ordnung und Fort-gang der Natur, und du glänzender Philosoph jaallem auf den Schultern!
Aber kein Ding im ganzen Reiche Gottes,kann ich mich doch überreden! ist allein Mittel —alles Mittel und Zweck zugleich, und so ge-wiß auch diese Jahrhunderte. War die Blüthe desZeitgeistes, „der Ritt er sinn," an sich schon einProduct der ganzen Vergangenheit, in dergediegnen Form des Nocdlandes: wardie Mischung von Begriffen der Ehre undder Liebe und der Treue und Andacht undTapferkeit und Keuschheit, die jetzt Idealwar, voraus unerhört gewesen; siehe damit, gegendie alte Welt gehalten, da die Starke jedeseinzelnen National-Eharakters verlo-ren gegangen war, siehe eben in dieser Mi-schung Ersatz und Fortgang ins Große.Vom Orient bis Rom wars Stamm: jetztgingen aus dem Stamme Aeste und Zweige;keiner an sich stammfest, aber ausgebrei-te t e r, luftiger, höher! Bep aller Barbareywaren die Kenntnisse, die man scholastischbehandelte, feiner und höher: die Empfin-
dungen, die man bar ba risch und p faffen-