der Geschichte derMenschheit. 285
in allen Büchern: jeder classische Schöndenker, derdie Policirung unsers Jahrhunderts fürs non plusultra der Menschheit halt, hat Gelegenheit, ganzeJahrhunderte aufB a rb ar ey, elendes Slaars-rccht, Aberglauben und Dummheit,Mangel der Sitten und Abgeschmackt-heit — in Schulen, in Landsitzen, inTempeln, in Klöstern, in R a t hhausern,in H a n dwe r k s z ün f te n, in Hütten undHausern zu schmälsten und über das Licht un-sers Jahrhunderts, das ist: über seinen Leicht-sinn und Ausgelassenheit, über seine W ar-me in Ideen und Kälte in Han d lu ng e nüber seine scheinbare Starke und Freiheitund über seine wirkliche Todesschwäche undErmattung unter Unglauben, Despo-tismus und Ueppigkeit zu Lobjauchzen. Da-von sind alle Bücher unserer Voltaire und Hu-me, Robertsons und Jselins voll, und e§wird ein so schönes Gemählde, wie sie die Aufklä-rung und Verbesserung der Welt aus den trübenZeiten zum Deismus und Despotismus der See-len, d. i. zur P hi l o s o p h i e und Ruhe, her-leiten — daß dabey jedem Liebhaber seiner Zeit dasHerz lacht.
Alles das ist wahr und nicht wahr. Wahr,wenn man, wie ein Kind, Farbe gegen Farbehalt und ja ein Helles, lichtes Bildchen habenwill — in unserm Jahrhunderte ist, leider! so vielLicht! — Unwahrheit, wenn man die damahlige Zeitin ihrem Wesen und Zwecken, Genuß undSitten, insonderheit als Werkzeug im Zeit-