276 IV. Auch eine Philosophie
Hol; - Maschine ohne Wirkung aufs menschlicheHer;, geschweige denn der Wirkung, ein verfal-len Jahrhundert, eine verfallene Weltzu bessern! Und nun sollte Aufbau der Trümmervon Völkern geschehen, die in ihrem Zu-stand e noch Religion nöthig hakten, durchsie a l l e i n gelenkt werden konnten , Geist desAberglaubens in alles mischten. — Und dochfanden nun diese Völker auf ihrem neuen Schau-platze nichts, als was sie verachteten odernicht fassen konnten: Römische Pythologie und Phi-losophie, wie Bildsäulen und Sittengestalten. —Und ihre nordische Religion, *ein Rest desOrients auf nordische Art gebildet,langte nicht hin — sie hatten eine frischere,wirksamere Religion nöthig — siehe! da-hatte die Vorsehung sie kurz vorher an ei-nem Orte entstehen lassen , woher man einenErsatz der ganzen westlichen Welt am wenigstenhoffte — zwischen den nackten Bergen Judaa's!Kur; vor dem Umstürze des ganzen unbe-rühmten Volkes, eben in der letzten, elende-sten Epoche desselben — auf eine Weise,die allemal wunderbar bleiben wird, entstandsie, erhielt sich, schlug sich eben so sonderbardurch Klüfte und Höhlen weiten Weg hindurch— auf einen Schauplatz, der sie so nöthig hat-te! woraus sie so viel, viel gewirkt! —Allemal die sonderbarste Begebenheit der Welt!
Da wars doch nun gewiß ein großes und se-henswürdiges Schauspiel, wie unter Juliandie benden berühmtesten Religionen,die älteste heidnische und die neuere christ-