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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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der Geschichte der Menschheit. 273

da ward in Norden neuer Mensch geboren. Un-ter frischem Himmel, in der Wüste und Wilde, woes niemand vermulhete, reifte ein Frühling starker,nahrhafter Gewächse, die in die schöner», südli-cher» Lander jetzt traurig leere Aecker! ver-pflanzt, neue Natur annehmen, große Ernte fürsWeltschicksal geben sollten. Gothen, Vanda-len, Burgunder, Angeln, Hunnen, He-ruler, Franken und Bulgaren, Sla-ven und Longobarden kamen setzten sich,und die ganze neuere Welt vom mittelländischen zumschwarzen, vom atlandischen zum Nordmeer ist ihrWerk! ihr Geschlecht! ihre Verfassung!

Nicht bloß M e n fche nkr äste, auch welcheGe se tz e und E i nr ic h tu n ge n brachten sie da-mit auf den Schauplatz der Bildung derWelt! Frevlich verachteten sie Künste und Wissen-schaften, Ueppigkeit und Feinheit die die Mensch-heit verheeret hatten; aber wenn sie statt der Kün-ste Natur, statt der Wissenschaften gesundennordischen Verstand, statt der seinen star-ke und gute, obgleich wilde, Sitten brach-ten, und das alles nun zusammen gährlewelch ein Ereigniß! Ihre Gesetze, wie athmen siemännlichen Muth, Gefühl der Ehre,Zutrauen auf Verstand, Redlichkeitund Götlerverehrung! Ihre Feudal-Ein-richtung, wie untergrub sie das Gewühl volkrei-cher, üppiger Städte, baute das Land, beschäftigteHände und Menschen, machte gesunde, und ebendamit auch vergnügte Leute. Ihr späteres Jde-Philos. und Gesch. II. Th. S Ib-ovT'isen,