268 Iv. Auch eine Philosophie
Gestalten, alle aber mit dem blendenden Titel„aus d e r G c sc h i c h te der Welt!" Widersprü-che und Mcercswogen: man scheitert, oder was manvon Moralität und Philosophie aus demSchiffbruche rettet, ist kaum der Rede werth.
Sollte es nicht offenbaren Fortgang undEntwickelung, aber in einem hohern Sinne,geben, als mans gewöhnet hat? Siehest du die-sen Strom fortschwimmcn: wie er aus einer klei-nen Quelle entsprang, wachst, dort abreißt, hieransetzt, sich immer schlangelt und weitet und tieferbohret — bleibt aber immer Wasser! Strom!Tropfe! immer nur Tropfe, bis er ins Meerstürzt — wenns so mit dem menschlichen Gcschlech-1e wäre? Oder stehest du jenen wachsenden Baum!jenen cmporstrebcnden Menschen! er muß durch ver-schiedne Lebensalter hindurch! alle offenbarim Fortgänge! ein Streben auf einander inEontinuitat! Zwischen jedem sind scheinbareRuheplätze, Revolutionen! Verände-rungen! und dennoch hat jedes den Mittelpunktseiner Glückseligkeit insichselbst! Der Jüng-
uach Artikeln seiner Gedankenform des Diction,nairs, Crousaz und Leibnitz gewiß nicht habenvergüten können, wirkte auss Jahrhundertweiter. Und dann die neuern Philosophen,Allanzweifler mit eigenen kühnsten Behauptungen,Voltaire, Hume, selbst die Diderots — es istdas große Jahrhundert des Zwsifelns und Wel-chenerregens.