266 IV. Auch eine Philosophie
urtheil! Pöbelei! eingeschränkten Nati 0 na-siöm! Das Vorurtheil ist gut, zu seiner Zeit:denn es macht glücklich. Es drängt Völker zuihrem Mittelpunkte zusammen, macht sie fe-ster auf ihrem Stamme, blühender in ihrerArt, brünstiger und also auch glückseliger in ihrenNeigungen und. Zwecken. Die unwissendste,vorurtbeilendste Nation ist in solchem Betracht oftdie erste, das Zeitalter fremder Wunschwanderuu-gen und ausländischer Hoffnungsfahrten ist schonKrankheit, Blähung, ungesunde Fül-le, Ah nun gdes Todes,
III. Und der allgemeine, Philosoph i-sche, menschenfreundliche Ton unsersJahrhunderts gönnet jeder entfernten Nation,jedem ältesten Zeitalter der Welt, an Tugend undGlückseligkeit so gern „unser eigen Ideal?"ist so alleiniger Richter, ihre Sitten nach sich al-lein zu Heurtheilen? zu verdammen? oderschön zu dich tcn? Ist nicht das Gute auf derErde ausgestreut? Weil eine Gestalt derMenschheit und ein Erdstrich es nicht fassen konnte,wards vertheilt in tausend Gestalten, wandelt —>ein ewiger Proteus! — durch alle Welttheile undJahrhunderte hin — auch,. wie er wandelt und fort-wandelt, ists nicht größere Tugend oder Glück-seligkeit des Einzelnen , worauf er strebet?die Menschheit bleibt immer nur Menschheit — unddoch wird ein Plan des Fortstrebens sicht-bar — mein großes Themas
Wers bisher unternommen, den Fortgangder Jahrhunderte zu entwickeln, hat meistens