2ä2 IV., Auch eine Philosophie
und Man n l i c h ke i t thun wollte; mit Kopf,Herz und Armen!
Auf welcher Höhe hat das Römische Volkgestanden, welchen Riesentempel auf dieserHöhe erbaut! Sein Staats- und Kriegsge-baude, dessen Plan und Mittel zur Aus-führung— Eolossus für alle Welt! Konnte inRom ein Bubenstück begangen werden, ohne daßBlut in drey Erdcheilen floß? und die großen,würdigen Leute dieses Reichs, wo? und wiewirkten sie hinaus! was für Glieder dieser großenMaschine fast unwissend mit so leichten Kräftenbewogen! wohin alle ihre Werkzeuge erhöht undbefestigt! Senat und Kriegskunst —Gesetze und Zucht — Römer-Zweck undStarke, ihn auszuführen — ich schaudre! Wasbey den Griechen Spiel, Jugendprobegewesen war, ward bey ihnen ernsthafte,feste Einrichtung: die Griechischen Muster aufeinem kleinen Schauplatze, einer Erdenge, einerkleinen Republik; auf der Höhe und mit derStarke aufgeführt, wurden Schauthaten derWelt.
Wie man auch die Sache nehme: es war„Reife des Schicksals der alten Welt."Der Stamm des Baums, zu seiner größer» Höheerwachsen, strebte, Völker und Nationen unterseinen Schatten zu nehmen, in Zweige. Mit Grie-chen, Pkvniciern, Aegyptern und Morgenländernzu wetteifern, haben die Römer nie zu ihrer Haupt-sache gemacht; aber, indem sic alles, was vor